Fahrt der Marinekameradschaft Salzburg, und der Rainer- und Gebirgsjägerkameradschaft nach Norddeutschland.

 

 

Einleitung

 

 

Die diesjährige Fahrt nach Norddeutschland hatte die Zielsetzungen

 

  • Gedenken an das Seegefecht der k.k. Kriegsmarine im Jahre 1864 vor Helgoland gegen Dänemark
  • Besichtigung der Fregatte SACHSEN
  • Besuche der  Marinekameradschaften in Würzburg und Weimar
  • Ausflüge nach Hamburg und Helgoland

 

Die Leitung hatte der Vorsitzende der MK Salzburg, Willi Neumann.

 

 

Samstag, 23. Juli 2005

 

Zeitig am Morgen startete der Bus mit den 47 Teilnehmern von Salzburg bzw. Freilassing aus über München, Nürnberg nach Würzburg, unserer ersten Station. Hier wurden wir schon vom  Kameraden Heinz Frassek mit Gattin Traudi der MK „Admiral Scheer“ Würzburg erwartet und zu den Hotels geleitet. Von beiden wurden wir im Anschluss daran in einem Rundgang durch die Stadt geführt. Für besonders Interessierte gab es noch eine weitere Sonderführung durch die Kameradin

Gabriele Mimm aus Saalfelden, Mitglied der Kameradschaft Würzburg.

 

Am Abend waren wir Gäste in der Marinemesse der Würzburger. Wir wurden  vom Vorsitzenden Johannes Bünting herzlich begrüßt und zu einem hervorragenden Abendessen mit Ripperln, Leberkäse, Bier und Frankenwein eingeladen. Es war ein netter Abend, bei dem viele Kontakte neu geknüpft und bestehende weiter vertieft wurden.

 

Sonntag, 24. Juli 2005

 

Die Fahrt ging über Hannover, Bremen nach Cuxhaven/Sahlenburg ins Hotel Frauenpreiss. Sahlenburg ist ein kleiner Badeort an der Nordsee (Wattenmeer) mit kleinen Hotels, Pensionen und Campingplätzen.

 

Der ersten Wattenwanderung stand nun nichts mehr im Wege. Die meisten verbrachten anschließend den milden Abend in einem der kleinen Restaurants in unmittelbarer Strandnähe bei vorzüglichen Fischgerichten, Labskaus oder weiteren regionalen Spezialitäten. 

 

Montag, 25. Juli 2005

 

Hamburg, das Tor zur Welt. In einer Hafenrundfahrt, die vom Vorsitzenden der MK  Hamburg Wandsbeck, Hein Fetscher, und dem Stellvertreter Manni Bork organisiert wurde, konnten wir uns von der beeindruckenden Größe und der Weitläufigkeit der Hafenanlagen an der Elbe einen Überblick verschaffen.

 

Rund um die Uhr löschen und laden hier Seeschiffe Container, Autos und Stückgüter aus und verschiffen sie in die ganzen Welt. Vorbei ging es an Werften mit trockenliegenden Seeschiffen, die überholt werden, und in denen neue und immer größere Schiffe gebaut werden. Der Kapitän der Rundfahrtsbarkasse nannte die Namen der Schiffe, deren Ladung und ihre Heimathäfen.

 

Hamburg, das Tor zu Welt

Nach der Stadtrundfahrt hatten wir Zeit, um im Zentrum nahe dem Rathaus  einzukaufen, Sehenswürdigkeiten wie den „Michel“ zu besteigen oder einfach nur die Stadt einwirken zu lassen und in der Innenstadt zu bummeln.

 

Am späten Nachmittag brachte uns der Bus mit vielen neuen Eindrücken und einigen Einkäufen wieder nach Sahlenburg zurück.  

 

Dienstag, 26. Juli 2005

 

Was wäre die Marine ohne Schiff und Seefahrt. Beides erfüllt in alter hanseatischer Tradition die WAPPEN VON HAMBURG, das Seebäderschiff, das uns nach Helgoland und wieder zurück nach Cuxhaven brachte. Ein interessantes Detail  dieser Fahrt war dann die Ausschiffung mit den Helgoländer Börtebooten. Diese „Börte“ haben eine jahrhundertealte Tradition und sind im Hafenverkehr von und zu den Schiffen nicht wegzudenken.

 

Helgoland war von 1807 bis 1890 britisch. Dann kam die Insel im Tausch gegen Ländereien im ehemaligen Deutsch - Ostafrika gegenüber der Insel Sansibar zum Deutschen Reich. Vor den Briten herrschten gut 100 Jahre die Dänen auf Helgoland. Dazwischen gab es in den Gewässern zwischen Cuxhaven und Helgoland immer wieder auch Piraten, wie z.B. den bekannten Klaus Störtebeker.

 

In den letzten Kriegstagen wurde durch Luftangriffe ein großer Teil Helgolands  zerstört und Teile der Insel gesprengt. Der Wiederaufbau erfolgte erst ab Mitte der 50er Jahre.

 

Heute ist der Tourismus die wichtigste Einnahmequelle auf Helgoland. Nicht zu vergessen ist die Möglichkeit des beschränkten zollfreien Einkaufes.

 

Auf die historische Bedeutung des Seegefechtes vor Helgoland im Jahre 1864 wurde in besonderer Weise beim Ehrenmal in Ritzebüttel nochmals eingegangen. 

 

Mittwoch, 27. Juli 2005

 

Die Besichtigung der Fregatte SACHSEN in Wilhelmshaven ist ein weiterer Höhepunkt dieser Fahrt. Begleitet wurden wir vom 1. Vorsitzenden der MK-Cuxhaven, Kamerad Hans Hermann Milkert, der uns unterwegs die Region Elbe-Weser-Ems mit Erläuterungen und Erklärungen darlegte und näher brachte.

 

Fregatte Sachsen

Allein schon die technischen Daten der Fregatte sind beeindruckend:

Länge 143 m, Breite 17,44 m, Tiefgang 5 m, Verdrängung 5.600 t.

Motorleistung: 1 Gasturbine mit 32.000 PS plus 2 Dieselmotore mit je 10.000 PS.

Geschwindigkeit: max. 29 Knoten.

 

Im Anschluss an die Begrüßung durch Korvettenkapitän Uhl erfolgte eine anschauliche Bildpräsentation über die Einsätze der letzten Zeit, den Aufbau, die taktischen Zielsetzungen und die Aufgabenbereiche dieser Fregatte. Für mich war es nach Split die zweite Besichtigung. Die Faszination aber, die von diesem Schiff ausgeht, ist für mich noch immer ungebrochen.

 

Einige Kameraden nutzten auch die Möglichkeit ausgewählte Erinnerungsstücke (Mützenbänder, Kappen usw. ) zu erwerben.

 

Fregatte Sachsen

Kamerad Willi Neumann dankte dem Kapitän für den Einführungsvortrag, die freundliche Aufnahme, die gute Bewirtung und die kompetente Führung durch das Schiff.

 

Ein kurzer Abstecher in das „Deutschen Marinemuseum“ in Wilhelmshaven ließ so manches Marineherz höher schlagen. Schiffe und U-Boote fast aller Epochen bis hin zu historischen Modellen, Gemälden und maritimen Gegenständen sind hier in einer umfassenden Schau zusammengetragen. Eine sehenswerte Präsentation.

 

Vor der Rückfahrt unternahmen wir noch eine Besichtigungsfahrt, die, vom Kameraden Uwe Lange Emden wortreich geleitet, in die nähere Umgebung und weiter zum Restaurant „Kreuzelwerk“ zu einem kleinen Imbiss führte.

 

Donnerstag, 28.07.2005

 

Am Vormittag ging es mit Pferdekutschen übers Watt nach Neuwerk, einer flachen, durch hohe Deiche geschützten Insel im Wattenmeer.

 

Wattenwagen

Der Nachmittag galt dem Gedenken der gefallenen Seeleute der Fregatten SCHWARZENBERG und RADETZKY in dem Seegefecht gegen Dänemark am

9. Mai 1864. Vor dem Ehrenmal nahmen die Kameraden Aufstellung. In einer 

Einleitung gab Kamerad Herbert Reitter einen kurzen Überblick über die politischen Verhältnisse und die Beweggründe, warum hier an der Nordsee Flottenverbände der k.k. Marine gekämpft hatten (siehe dazu „Der Krieg gegen Dänemark im Jahre 1864 – Gefecht vor Helgoland“ von KM Herbert Reitter im nächsten „Bullauge“).

 

Nach der Kranzniederlegung wurden die Schleifen vom Vorsitzenden Willi Neumann entrollt und die Melodie vom „Guten Kameraden“ gespielt. Flankiert von zwei Kameraden trug Hans Dick die Fahne der MK. Mit dem abschließenden Gruppenfoto der anwesenden Marinekameraden ging eine eindrucksvolle und würdige Gedenkfeier zu Ende.

 

Unter Leitung des Vorsitzenden der MK „Admiral Ruge“ Cuxhaven, Hans Hermann Milkert, fand eine interessante und informative Rundfahrt im und um den Hafen statt.

 

Mit dem anschließenden kurzen Besuch der „Alten Liebe“ im Hafen und dem gemeinsamen Abendessen im Hotel in Sahlenburg nahmen wir Abschied von Ritzebüttel und Cuxhaven. Es waren schöne und eindrucksvolle Tage an der Nordsee. 

 

Freitag,  29. Juli 2005 

 

Am vorletzten Tag ging die Fahrt zur MK Weimar im Haus der Pension „Hainfels“. Mit dieser Kameradschaft verbindet Salzburg eine jahrelange gute und enge Partnerschaft. Auch diesmal wurden wir mit den für die Region bekannten Thüringer Bratwürsten mehr als verwöhnt. Dazu gab es jede Art von Getränken, viel Stimmung und gute Laune.

 

In einer kurzen Ansprache von Siegfried Lässig, dem Vorsitzenden Stellvertreter der MK Weimar, wurden die Gäste aus Salzburg begrüßt, wobei er die Kameraden der Gebirgsjäger und Rainer besonders erwähnte.

 

In herzlichen Dankesworten erwiderte der Bundesobmann der Rainer und Gebirgsjägerkameradschaften, Hofrat Dr. Maximilian Gurtner, und gab seiner Freude Ausdruck, mit seinen Kameraden hier in Weimar zu sein. Zur Erinnerung wurden Wimpel ausgetauscht. Der Vorsitzende der MK Salzburg,  Willi Neumann, betonte in seiner Ansprache, dass die schon bestehenden guten Verbindungen in Zukunft noch weiter verbessert und ausgebaut werden.

 

Ein netter Abend, der noch lange dauern sollte.

 

Samstag, 30. Juli 2005

 

Die Rückreise verlief fast ohne nennenswerte Behinderungen auf der Autobahn. Der Bus kam gut voran und mit uns wie geplant nach Salzburg. Es hieß Abschied nehmen. Eine lange und schöne Woche ging zu Ende.

 

Ein besonderer Dank und Anerkennung gebührt dem Vorsitzenden der MK Salzburg, Willi Neumann, der die Reise bis ins kleinste Detail geplant und vorbereitet hat. Danke, Willi Neumann.

 

 

Ing. Herbert Reitter, MK Salzburg                            E-Mail: herbert.reitter@aon.at

 

Eine schöne Zeit geht vorbei....